A13 für alle – alle für A13!

Auch in diesem Jahr finden vielfältige Aktionen statt – diesmal nicht am Schulamt in Fritzlar, sondern an vielen Grundschulkollegien im Schwalm-Eder-Kreis und im Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie am 13. November 2017 um 16 Uhr in Kassel (Opernplatz).

An vielen Grundschulen im Schwalm-Eder-Kreis und im Landkreis Waldeck-Frankenberg sind die Lehrerinnen und Lehrer dem Aufruf der GEW-Kreisverbände gefolgt und haben für bessere Arbeitsbedingungen und die gleiche Bezahlung wie die Lehrkräfte aller anderen Schulformen protestiert.

Grundschullehrkräfte haben die höchste Unterrichtsverpflichtung im Schulbereich. Sie müssen ebenso wie die weiterführenden Schulen eine Fülle immer neuer Aufgaben zusätzlich übernehmen. Gerade an den vielen kleinen Grundschulen lastet diese Arbeit auf wenigen Personen. Nicht zuletzt aus diesen Gründen kommen aus unzähligen hessischen Grundschulen ständig neue Überlastungsanzeigen, die an das Kultusministerium gehen.

In diesem Schuljahr hat sich die Situation noch einmal verschlimmert. Es herrscht mittlerweile ein gravierender Personalmangel, gerade an den Grundschulen. An vielen Schulen kann der Unterricht nur durch den Einsatz nicht voll ausgebildeter Vertretungskräfte abgedeckt werden.

Wer leidet – das sind wir alle! Überarbeitete Lehrkräfte, die z.T. auch noch Mehrarbeit leisten, um den Unterrichtsausfall gering zu halten; Schulen, die angesichts dieser Notlage hilflos sind; Eltern, die frustriert und in Sorge sind; und ganz besonders unsere Kinder, denn sie treffen Unterrichtsausfall und verschlechterte Lernbedingungen am meisten!

Zwar betonte Kultusminister Lorz in einer Pressemitteilung am 15. September zu Recht: „Die Arbeit unserer Grundschulen hat in den vergangenen Jahren einen enormen Bedeutungszuwachs erfahren.“ Doch das Maßnahmenpaket des Kultusministeriums zur Behebung der Misere wird diesem ‚enormen Bedeutungszuwachs’ ganz und gar nicht gerecht.

Insbesondere ist der Kultusminister nach wie vor nicht bereit, die Arbeit der Grundschullehrer-innen und -lehrer angemessen zu bezahlen. Weiterhin haben Lehrkräfte an den Grundschulen das geringste Gehalt aller Lehrkräfte. Auch im Vergleich mit anderen Bundesländern liegen hessische Grundschullehrerinnen und –lehrer deutlich hinten – und das bei der höchsten Unterrichtsverpflichtung!

Es ist endlich an der Zeit, Lehrerinnen und Lehrer an den Grundschulen angemessen zu besolden – und zwar gleichermaßen wie Lehrkräfte an den anderen Schulformen. Dies wäre auch ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für die pädagogische Arbeit der Grundschulen.

Kann es wirklich verwundern, dass es immer schwieriger wird, Lehrkräfte mit der Ausbildung für den Grundschulunterricht zu finden? Solange sich die Arbeits- und Rahmenbedingungen nicht grundlegend verbessern, wird sich dieser Notstand nicht ändern!

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hessen fordert die Landesregierung auf, die längst überfällige Besoldungsangleichung für Grundschullehrkräfte vorzunehmen: A 13 für alle!!

Hessenweit unterstützen zahlreiche Schulen diese GEW-Forderung im Rahmen eines landesweiten Aktionstages „A13 für alle!“ am 13.11.2017. Dies ist der Tag, ab dem Grundschullehrkräfte für den Rest des Jahres unentgeltlich arbeiten – wenn man ihr Gehalt mit dem der Lehrkräfte an den anderen Schulformen vergleicht

Einige Fotos von Grundschullehrkräften.

Grundschule Cornelia-Funke-Schule, Gemünden, mit Unterstützung des SEK I Kollegiums

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Die Aufgabenliste auf dem Bild gibt es hier als pdf. Foto: Hausmeister Herr Schüler

Ohetalschule, Verna

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Schule im Katzbachtal, Oberaula

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Grundschule Osterbachschule, Homberg

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Auf den Schildern steht: A13 für alle!

Astrid-Lindgren-Schule, Neukirchen

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Grundschule Kleeblattschule, Obergrenzebach

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Grundschule Berliner Schule:

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Grundschule Ahornschule, Großroppershausen

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Grundschule Westwallschule, Korbach

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Grundschule Palmbergschule, Frielendorf

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Grundschule Stellbergschule, Homberg

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Grundschule am Metzenberg, Schrecksbach

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Grund- und Gesamtschule Burgsitzschule, Spangenberg

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Grundschule Rotkäppchen Schule, Willingshausen

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Solidarität mit den Grundschullehrkräften: GEW-Fraktion im Gesamtpersonalrat in Fritzlar

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Grundschule Wilhelm-Schäfer-Schule, Ottrau

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Grundschullehrkräfte brauchen bessere Arbeitsbedingungen

Individualisierter Unterricht auf verschiedenen Niveaustufen, Koordinierung mit Kolleginnen, Förderlehrerinnen, inklusive Beschulung, Förderpläne schreiben und aktualisieren, Elterngespräche, Fortbildung, vermehrte Konferenzen, Fördervereinssitzung, Nachmittagsbetreuung, Beauftragungen für Krisenteams, Datenschutz usw., Organisation verschiedener Wettbewerbe, Bundesjugendspiele, Klassenfahrten usw., nebenbei ein verletztes Kind verarzten, dessen Eltern anrufen, die Sekretärin ist nur an drei Tagen da, Geld einsammeln, Listen führen (Theater, Schwimmen, Hausaufgaben …), kopieren, Aufsichten …, und an den kleinen Schulen auch Hausmeisteraufgaben…. und natürlich unterrichten: Kinder mit unterschiedlichem Förderbedarf fördern und die Begabten fordern…
und diesen Unterricht professionell und fundiert vorbereiten – wann eigentlich?

Ein eng getakteter Schultag, der kaum Zeit lässt, ins Frühstücksbrot zu beißen, das ist unser Alltag. Zudem wird die Personalsituation in den Grundschulen immer schwieriger und die Maßnahmen, die das HKM angekündigt hat, werden erst in den nächsten Jahren greifen, solange es eben dauert, bis man neue Studienplätze eingerichtet hat und Studium und Referendariat beendet sind. In der Zwischenzeit helfen wenig bis gar nicht qualifizierte Kräfte aus, die wir einführen und unterstützen müssen. Und dabei wachsen die Anforderungen und die administrativen Aufgaben stetig weiter.

Viele reduzieren die Arbeitszeit auf eigene Kosten, um unter diesen Umständen ihren Aufgaben als Lehrer/in überhaupt zufriedenstellend gerecht werden zu können.

Grundschulehrkräfte haben höchste Arbeitszeit bei niedrigster Besoldung aller Lehrkräfte.

In allen Bereichen, in denen überwiegend Frauen arbeiten, sind die Gehälter vergleichsweise gering und der Nachwuchs fehlt. Während mal schnell Geld für die Rettung von Banken locker gemacht wird, freut sich unser Finanzminister über die vollen Kassen und übersieht wohl die katastrophalen Folgen der schlechten Ausstattung von Grundschulen und der miserablen Umsetzung der Inklusion auf unsere Kosten.

Wenn wir als Grundschullehrkräfte uns nicht endlich dagegen wehren, wird die Belastung weiter steigen. Warum sollte man denen, die sich nicht beklagen, nicht noch mehr aufbürden? Sie schaffen es doch offensichtlich!

Wir möchten auf unsere Situation aufmerksam machen und
unseren Forderungen Nachdruck verleihen:

Reduzierung der Wochenarbeitszeit und A 13,
sowie Inklusion nur zu vernünftigen Bedingungen.

Wir planen die Veröffentlichung eines Artikels (HNA  am 13. November, hier usw.) mit den Fotos möglichst vieler Kollegien. Wir können dazu auch im November für eine Fotoaktion in einer Pause an eure Schulen kommen oder schickt uns eurer Foto an Kuehl@gew-schulamt.de. Bitte mit dem Namen des Fotografen, der Kolleginnen und ein kurzes Statement eurer Aktion.

Andere Aktionen in Nordhessen: 13. November, 16:00 Uhr Opernplatz, Kassel

Hier geht es zu Informationen der GEW-Hessen.

Droht unseren Schulen der Kollaps?

Erfolgreiches Pressegespräch mit großer Resonanz

Unter dem obigen Titel führten die GEW Kreisverbände in unserem Schulamtsbezirk am 30.Mai ein Pressegespräch mit der HNA und der WLZ durch.
Schwerpunkte waren die folgenden Themen:   

  •  LehrerIn:  „Mädchen für alles?!“
  •   Inklusion
  •  Beschulung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen
  •  Personalversorgung/Lehrkräftegewinnung
  •  Arbeitsbelastung und Arbeitszeit
  •  Lehrkräfte in befristeten Verträgen- Arbeitslosigkeit in den Ferien

Beispielhaft der gekürzte Artikel aus der Waldeckischen Landeszeitung (WLZ) unter folgendem Link:

https://www.wlz-online.de/landkreis/waldeck-frankenberg-sieht-schulen-kollaps-8384917.html

 

 

Bildung braucht bessere Bedingungen- Aktionstag am 9. und 10. Juni 2017 !

In Kooperation mit Eltern, Schülervertretungen und anderen Bündnispartnern
führen die Kreis- und Bezirksverbände der GEW am Freitag, dem 9. Juni, und am
Samstag, dem 10. Juni, einen landesweiten Aktionstag gegen die unzureichenden
Bedingungen in den hessischen Schulen durch. An diesem Tag sollen die Proteste
der letzten Monate gegen Lehrermangel, schlechte Arbeitsbedingungen und marode
Schulgebäude bekräftigt werden.

  • Ziegenhain: 10. Juni 2017, 10-12 Uhr Bahnhofstraße Schwalmstadt
  • Melsungen: 10. Juni 10-12 Uhr Marktplatz
  • Kassel: 9. Juni 15:30 Uhr vor der alten Hauptpost, „Bildung ist keine Kunst!“

Veranstaltungen der GEW in unserer Region

Inklusion und inklusive Schulbündnisse
Fragen – Sorgen – Erfahrungen

Mittwoch, 15. März 2017,   16.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Stadthalle Melsungen

WIR SIND ES WERT !?
Einladung zur Podiumsdiskussion mit MdL
Dienstag, 27.März, 19.30 Uhr
GastRaum im Nationalparkzentrum
Weg zur Wildnis 1, 34516 Vöhl

Warnstreik der hessischen Landesbeschäftigen- GEW Fraktion erklärt sich solidarisch mit den Forderungen

gewDie Fraktion der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Gesamtpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer am Staatlichen Schulamt für die Landkreise Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg hat sich am 8.Februar, dem ersten Warnstreiktag in der aktuellen Tarifrunde, mit den Landesbeschäftigten solidarisiert und unterstützt deren Forderungen.
Nachdem gerade die hessischen Beamtinnen und Beamten seit Jahren von den Besoldungserhöhungen abgekoppelt worden sind und sogar eine Nullrunde hinnehmen mussten, ist es dringend notwendig, den LehrerInnenberuf wertzuschätzen und die Besoldung an die wirtschaftliche Entwicklung anzupassen. Dazu gehört auch die längst überfällige Übertragung der Arbeitszeitverkürzung für alle Kolleginnen und Kollegen, gerade angesichts der großen Herausforderungen der Inklusion und der Integration.
Gefordert werden für die 45.000 hessischen Landesbeschäftigten 6 Prozent mehr Lohn. Dabei sollen die unteren Einkommen stärker berücksichtigt werden. Die Ausbildungsentgelte sollen um 90 Euro steigen. Außerdem wollen die Gewerkschaften unter anderem ab der Gehaltsstufe 9 (bis 15) eine weitere Erfahrungsstufe (Stufe 6, bisher nur 5 Stufen) einführen. Damit sollen vergleichbare Bedingungen zu Bundes- und Kommunaldienststellen geschaffen werden, bei denen es diese Erfahrungsstufe bereits gibt. Der öffentliche Dienst sieht in einer Gehaltsstufe mehrere Erfahrungsstufen vor. Dabei steigt das Gehalt nach Beschäftigungszeiten automatisch.

Eine Übertragung der Tarifabschlüsse auf die hessischen Beamtinnen und Beamten ist dringend geboten. Schon jetzt herrscht in vielen Lehrämtern ein akuter Personalmangel, da potentielle BewerberInnen verstärkt in andere Bundesländer mit besserer Besoldung und besseren Arbeitsbedingungen wechseln.